Erziehung


...so ein großes Wort. Nichts hat uns mehr geprägt wie unsere Erziehung. Unsere Eltern wurden geprägt durch die Großeltern und so führt jeder von uns ein Teil der alten Generation fort. Die Definition von Erziehung hat in den letzten Jahren einen starken Wandel durchlebt. Alte Erziehungsmethoden wurden überdenkt. Neue Wege und Ansätze verändern das Bild zwischen Eltern und Kind. Was hätten wir uns gewünscht, als wir Klein waren? Als wir Kind waren? Was hätten wir gebraucht? Was haben wir vermisst? Jeder kennt den Satz: "Das werde ich mal anders machen als meine Eltern!" und dann ertappen wir uns mit genau den gleichen Verhaltensmustern, die schon unsere Großeltern an unsere Eltern weitergegeben haben. Und ja, dass ist Menschlich, weil es in uns steckt. Die Frage ist, was machen wir daraus, wollen wir daran etwas ändern? Können wir es ändern?

 

Ich bin so unglaublich Dankbar über diese beiden Gastbeiträge. Selten war ich so berührt. Danke für den Einblick in eure "Erziehung".


Hören wir das Wort „Erziehung“, denken wir oft an gutes Benehmen, Folgsamkeit, dem Wunsch nicht negativ mit seinen Kindern aufzufallen und sich auf keinen Fall von einem Kind auf der Nase herum tanzen zu lassen. Die größten Sorgen vieler Eltern gelten oft der Außenwirkung ihrer Kinder und der Familie. Aber was passiert in den kleinen Menschen, wenn wir Verlangen statt zu Bitten, Befehlen statt zu Fragen, Bestimmen statt zu Besprechen, Schimpfen statt zuzuhören?

Unerzogen – Leben in absoluter Akzeptanz der Individualität und bedingungsloser Liebe. Was für eine hoch trabende Überschrift. Aber wenn ich ehrlich bin, dann ist es genau der eine Satz, der das unerzogen leben für mich in aller kürze perfekt auf den Punkt bringt. Für viele ist unerzogen ein absolut negativer Begriff. Er bedeutet für die Mehrheit der Menschen, dass eine Person negativ auffällt und nicht in der Gesellschaft leben kann, da er schlecht mit anderen umgeht. Genau genommen bedeutet unerzogen aber nur, das jemand nicht erzogen wird oder wurde.