Fliegen mit Kind

Saskia von littlelovelyleia



Darin sind wir mittlerweile schon Profis. Schließlich ist das Fliegen ein großer Teil unseres Lebens. Deutschland-USA ist unsere bevorzugte Strecke und das weil wir vor knapp 2 Jahren unsere Koffer gepackt und unsere Zelte in Deutschland abgebrochen haben. 

 

Eine richtige Entscheidung, doch sie hat uns irgendwie zu Nomaden gemacht. Das erste Mal bin ich mit meiner Tochter gereist, da war sie 11 Monate alt. 

 

Die Strecke: Frankfurt-Baltimore/Washington-Minneapolis-Bismarck(North Dakota). 

Ich will überhaupt nicht daran denken, wie lange diese Reise gedauert hat. Ich weiß es auch gar nicht mehr. Ich weiß nur, dass ich riesengroßen Bammel davor hatte.

 

Ich dachte, ich bräuchte eine Spielzeugsammlung um das kleine Mädchen ablenken zu können. Der Rucksack war voll bis obenhin. Aber schnell wurde mir klar, dass so kleine Würmer nichts außer frischen Windeln, Milch und Mama brauchen und ich so wenig zu tragen wie möglich. Alles im Flieger war so interessant für meine Tochter, dass sie entweder Zeit damit verbracht hat alles zu entdecken, gestillt oder auf mir geschlafen hat.  Nun ja, mittlerweile ist meine Tochter fast 3 Jahre alt und ein alter Hase, was das Fliegen angeht. Die Strecke USA—Deutschland hat sie nun insgesamt schon 5 mal gemeistert. Und sie liebt es. Sie hat ein eigenes kleines Köfferchen, darin darf sie ihre liebsten Spielzeuge aufbewahren und mitnehmen. Und die Kopfhörer. Richtige Kinderkopfhörer, nicht dieser billige Schrott aus dem Flugzeug. Heute muss ich mir über das Thema Ablenkung nicht mehr viele Gedanken machen. So lange das iPad geladen ist und sie ungestört schauen darf, höre ich auf einem 10 Stunden Flug kaum einem Mucks. Einmal in der Luft, darf sie schauen so viel sie will. Da gibt es keine Beschränkung. Machen wir doch auch. Ist ja auch anstrengend für so einen kleinen Menschen, warum dann nicht die Zeit so angenehm wie möglich gestalten. 

Ein paar kleine Tips für lange Flüge habe ich noch für euch. 

 

Wenn ihr mit Kind fliegt, dürft ihr immer Wasser, Milchpulver, kleine Snacks, oder auch das Mittagessen für die Kleinen mit in den Flieger nehmen. 

 

Bucht einen eigenen Sitz für die Kleinen. Kostspielig, aber auf so langen Strecken, vor allem wenn man alleine reist, eine große Erleichterung .Gibt mehr Beinfreiheit, einen Platz für den Kindersitz, Raum zum klettern und ein oder zwei Mahlzeiten für die Kleinen.  

 

Bucht einen Nachtflug. Da ist es zwar generell leiser und ruhiger, aber auch dunkel und eure Kinder machen im besten Falle die Augen zu. Und Ihr auch. Hat bei uns immer geklappt. Reserviert einen Sitzplatz mit Babybassinet, wenn euer Kind unter 2 Jahren alt ist. Das wird nach dem Start in die Wand vor euch eingehängt und ist ein echter Lifesaver. Große Airlines wie Lufthansa bieten so etwas an. 

 

Bestellt vor der Reise kindgerechtes Essen. Nicht, dass eure 3 jährigen am Schluss Sauerkraut oder Spinat serviert bekommen und dann große Tränen kullern. Höschenwindeln sind ein Muss. Auch wenn eure Kinder schon lange “Trocken” sind, so eine Wartezeit vor dem Start bis man in der Luft ist, kann sich schon einmal hinziehen. 

 

Und ansonsten:

Augen zu und ab in die Luft. Seid entspannt, man kann es nicht vorplanen. Kindern sind nun einmal Kinder und keine Erwachsenen. Nicht drüber nachdenken, ob es jemanden stören könnte. Im Flugzeug ist es sowieso schon laut.

 

Und wen es stört, dass ein Kind mal weint oder unruhig ist, der hat trauriger Weise vergessen, dass er selbst einmal Kind war. 

 

Eure Saskia


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