Stillen

Monja von monjas.diary



Irgendwie hatte ich mir das alles anders vorgestellt. Mein Sohn Dario kam damals 2 Tage vor ET nach einem Blasensprung zur Welt. Und irgendwie lief alles nicht so wie geplant. Wir hatten mehrere Komplikationen während der Geburt und letztendlich wurde mir auch noch die PDA falsch gesetzt, dass ich Hirnwasser verlor. Komplett am Ende meiner Kräfte nach der Geburt, legte ich Dario also zum ersten Mal an zum stillen. Lief eigentlich ganz gut, fand ich. Auch am Tag darauf, hat er immer schön angedockt und gesaugt was das Zeug hielt. Doch dann hat es mich plötzlich komplett umgehauen. Schreckliche Kopf- und Rückenschmerzen durch den Hirnwasser Verlust und die falschgesetzte PDA. Ich konnte nur noch ganz flach auf dem Rücken liegen, mich weder aufrichten noch zur Seite drehen, da mir mein Kopf sonst gefühlsmäßig explodiert wäre. Also riet man mir abzupumpen und zuzufüttern, um die Milchproduktion weiterhin anzuregen, auch wenn ich ihn nicht anlegen konnte. Gesagt, getan. Nach 5 Tagen ging ich nach Hause. Mit Milchpumpe und Milchpulver. Denn der Milcheinschuss blieb immer noch aus. Also ging ein Marathon aus Pumpen, Anlegen, Zufüttern und Fläschchen säubern los. Eigentlich war das damals meine Hauptbeschäftigung. Denn wenn ich fertig mit sauber machen war, konnte ich wieder von vorne anfangen. Ich war so verkrampft darauf, dass es doch endlich klappen muss, ich doch endlich stillen können muss (weil ich ja sonst keine gute Mutter bin) dass ich mich bei der ganzen Sache überhaupt nicht mehr wohl gefühlt habe, geschweige denn auch mal entspannen und runter fahren konnte. Vielleicht blieb auch nach weiteren 2 Wochen verkrampftem Pumpen und anlegen immer noch der Milcheinschuss aus. Schweren Herzens entschieden meine Hebamme und ich, dass es wohl das beste sei, abzustillen. Abzustillen, ich hatte doch noch gar nicht richtig gestillt? Und ich wollte es doch unbedingt? Was werden wohl Angehörige sagen, wenn ich diesen mitteile dass ich nicht stille? Ich hatte mir wirklich sehr viel Druck gemacht, vor allem auch der Familie gegenüber. Bisher wurden alle Kinder voll gestillt, zu mindest die ersten 4 Monate. Alles grundlos! Niemand hatte mich verurteilt und alle standen hinter meiner Entscheidung. Zum Teil wurde sich sogar richtig gefreut, dass sie selbst ein Fläschchen geben konnten! Und auch ich war wirklich glücklich darüber. Wir hatten zu vor wirklich Horror Tage und auch Horror Nächte. Und es ging nun aufwärts. Rückblickend kann ich nur jeder Schwangeren und frisch gebackenen Mama raten, sich keinen Druck zu machen, und auch nur das zu tun, mit was man sich wohlfühlt. Man ist keine bessere oder schlechtere Mutter weil man stillt oder eben nicht stillt. Das einzige was dabei zählt ist dass man sich dabei wohl fühlt, denn nur dann kann es klappen. Das Baby spürt, wenn man sich auf etwas versteift, oder sich unwohl fühlt. Also, hört auf euer Mamaherz und euer Gefühl, denn das zeigt euch den richtigen Weg. Und nicht andere Instagram Profile, angebliche Supermamas oder Alleswisser. 


Was hat dich dazu bewegt, ein Instagram Profil anzulegen?

Eigentlich habe ich das nicht „beschlossen“. Ich hatte den Account schon vor Jahren angelegt und immer mal wieder ein Bild hochgeladen um es mit Freunden zu teilen. Als ich schwanger wurde habe ich immer mal wieder unter verschiedenen Hashtags nach Mitschwangeren gesucht und auch ganz viele tolle und nette Mamis kennengelernt. Mittlerweile teile ich meinen Mamaalltag mit allen die es sich gerne anschauen und vor allem auch wegen dem super Austausch. Es gibt immer jemanden der einen guten Tipp hat oder weiß was man braucht, da man eben so viele verschiedene Menschen auf dieser Plattform erreicht und kennenlernt. 


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